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Ausrüstung in der Naturfotografie

Kamera & Objektive

So wichtig wie eine gute Vorbereitung, ist in der Fotografie auch eine entsprechende Ausrüstung und wetterfeste Kleidung in gedämpften Farben unerlässlich. Mit einer Optik von 300 mm kommt man in der Naturfotografie bereits oft zu sehr guten Ergebnissen. Besser sind jedoch Brennweiten von 400 mm oder sogar 500 mm und länger, die man eventuell durch einen guten Konverter erreichen oder ergänzen kann.

Die Qualität einer Kamera steht und fällt mit ihrem Objektiv. Bei einem analogen Fotoapparat war diese Ansicht sicherlich richtig, hier entschieden maßgeblich die verwendeten Objektive über die Güte der Aufnahme. Bei einer Digitalkamera kommt als zweite wesentliche Komponente noch der Sensorchip hinzu. Ein sehr gutes Objektiv erweist sich als sinnlos, wenn der Sensorchip minderwertig ist und anders herum, der beste Sensor nützt nichts, wenn ein drittklassiges Objektiv verwendet wird. Da die Kombination Sensor / Objektiv über die Schärfe und Brillanz der Aufnahmen entscheidend ist, gibt es nur eine Devise: „das Beste ist gerade gut genug“ und man sollte auch danach handeln. Es gibt nicht schlimmeres, als wenn vielleicht unwiederbringliche Aufnahmen durch ein mäßiges Objektiv, schlecht oder unbrauchbar werden. Die Originalobjektive der Kamerahersteller sind meistens etwas teurer, aber fast immer besser als die der Fremdhersteller. Viel Geld habe ich in der Vergangenheit für so einen „Edelschrott“ ausgegeben, und das obwohl auch diese Objektive Spitzenwerte bei diversen Tests belegt haben. Sie hielten fast nie das was die Tests und Prospekte versprachen, sie waren unzuverlässig, versagten oft trotz regelmäßiger Wartung wenn man sie brauchte, waren reparaturanfällig, und zum Teil schlicht unbrauchbar.

Stativ

Ein stabiles Stativ mit einem schwerem Kugelkopf oder Neiger ist in der Naturfotografie ein Muss. Mit einer guten Stativ-Kopf Kombination produziert man nun mal schärfere Fotos besonders bei Aufnahmen mit langen Brennweiten bzw. langen Belichtungszeiten. Leichte Stative sind zwar schön zu transportieren, aber zu wacklig, und für die Tierfotografie mit Telebrennweiten völlig ungeeignet. Ein gutes Stativ hat nun mal seinen Preis, und so zählen z.B. die Profistative von Gitzo, Linhof, oder Sachtler sicherlich zu der Spitzenklasse – leider auch im Preis. Ein sehr gutes Preis – Leistungsverhältnis haben die robusten Stative von Manfrotto, die durch ihre Preis, Stabilität und Langlebigkeit überzeugen. Auch beim Kugelkopf oder Neiger sollte man nicht sparen. Ein guter Stativkopf kostet leicht einige hundert Euro, die aber sicherlich gut angelegt sind. Es ist schon sehr ärgerlich wenn ein Objektiv durch einen schlechten Kopf nicht in der gewünschten Position gehalten wird, oder zu unscharfen Aufnahmen beiträgt. Den besten Kugelkopf des Marktes baut für mich zurzeit die Firma Burzynski. Er überzeugt durch kompromisslose Stabilität, sehr niedrige Bauweise, super Verarbeitung und in Verbindung mit den großen Gitzo bzw. Sachtler Stativen bildet er eine feste Einheit.